Aktuelles

Kriminalroman "Die Chiffren der Toten" im Verlag Edition Oberkassel als ebook erschienen.

 

Mein Rosinante Literaturblog für Lyrik 

 

https://rosinanteliteratur.blog/

Die Chiffren der Toten

Kriminalroman, ebook

Verlag edition oberkassel, Düsseldorf 2018  

ISBN: 978-3-95813-1392

 

235 Seiten

 

"Die Toten sprechen noch mit uns, für eine Weile. Ihre Stimmen sind gläsern und zerbrechen leicht in der Welt, so wie wir sie kennen, aber ich kann sie hören", sagt die Schriftstellerin Laetitia Falk zu Magnus Cassenbrock. Der Hauptkommissar muss den Mord an dem Leiter der Seniorenresidenz Benthien aufklären, der eines Morgens tot im Bremer Bürgerpark aufgefunden wird. Bei den Ermittlungen scheinen sich die Grenzen zwischen Wahn und Realität, Diesseits und Jenseits aufzulösen.   

 

 

 

 

 

Lyrik

 

Lyrik ist die Magie der geträumten Möglichkeiten...

 

Äthersinfonie in: komplex-Kulturmagazin Innsbruck. Ausgabe 3/2015

 

Todesblume in: freiTEXT mosaik Zeitschrift für Literatur und Kultur. Ausgabe 3.07.2015

Retrospektive, Tristesse in: KulturNetz Kulturzeitschrift. Ausgabe 1/2015

 

Gedichte in: Krautgarten Nr. 67 November 2015 - 34. Jahrgang II (Internationale Literaturzeitschrift)

 

Gedichte in: Experimenta November 2015

 

Häutungszeit in: Zeitlos.Lyrik (Anthologie).Sperling-Verlag, Schlüsselfeld 2015

 

Halbwaise in: TITEL kulturmagazin März 2016

http://titel-kulturmagazin.net/2016/03/27/halbwaise/

 

Filet, Safran in: Am Erker 72. Zeitschrift für Literatur.

 

 

"Weiße Gedichte" in: freiVERS mosaik Zeitschrift für Literatur und Kultur. 7.05.2017

http://www.mosaikzeitschrift.at/literatur/freivers-kerstin-fischer/

 

Gedicht in: Die Literareon Lyrik-Bibliothek, Band 15, 2017  (Anthologie)

 

Gedicht in: Adventskalender der mosaik Zeitschrift für Literatur und Kultur. 20.12.2017

 

 

Weitere eigenständige Veröffentlichungen:

 

Juris Kristalle
Novelle über eine Schizophrenie, 2012

worthandel : verlag, Dresden

120 S.

ISBN: 978- 3 -935259- 65- 1

9,90 €


Kurzbeschreibung:


Die unheimlichen Denkwürdigkeiten häufen sich für den Studenten Juri: Mal huschen nicht genauer ausdeutbare Schatten über den Balkon der heimischen Wohnung, mal kauert in den endlos langen Fluren der Universität ein Mann mit einem schwarzen, bereits sehr abgetragenen Mantel hinter ihm. Als der sich erhebt und den Blick auf Juri richtet, entsetzt dieser sich zutiefst, "denn er erkannte dessen Augen: es waren die flackernden Augen Rodion Raskolnikows, die ihn da anstarrten ", jenes Mörders von Aljona und Lisaweta Iwanowna aus Dostojewskis Roman "Schuld und Sühne".

Sequenzen aus Juris Erfahrungswelt, weder der schier grenzenlosen Welt der Phantasie noch den wie auch immer gearteten Erfahrbarkeiten des realen Lebens zuzuordnen. Sie scheinen "irgendwie dazwischen angelegt, wie auf Durchreise". Wundersame Formen nimmt dies an: Glühende, unnatürlich große Augenpaare gehören dazu, blutgetränkte Kleiderfetzen, scheinbar längst vergessene Mythen, die sich der Lebenswirklichkeit entgegenstellen. Auch ein Tier taucht auf, nachts in seiner Traumwelt: Buck, entsprungen aus Jack Londons "Der Ruf der Wildnis", ihm zur Seite stehend, nicht nur in der Universität, sondern auch beim Überlebenskampf in der gehässigen Arbeitswelt einer Zeitungsredaktion.

In geradezu beängstigender Weise folgt Kerstin Fischer durch die schlickrigen und weit jenseitig liegenden Kanalgänge von Juris Innenleben. Eine poetische und dennoch realistische Auseinandersetzung mit einem Krankheitsverlauf, die voller Magie steckt.

 



Juris Kristalle - ebook
Novelle über eine Schizophrenie, 2012


worthandel : verlag, Dresden


120 S.


3,99 €

 

 

 

 

 

 

Sergejs Schatten
Romanhafte Erzählung,  2009

1. Auflage / Neudruck 2010


Ludwigsfelder Verlagshaus

104 S.

Titelbild "Minotaurus erwartet sein Schicksal" (Gert Schröter)

ISBN: 978-3-933022-57-8

13,80 €



Kurzbeschreibung: 
Die Kälte ihres Handrückens war es, "die ihn anzog, zeigte sie doch ihre Angst, über die er sie auf dem Vorhof halten konnte. Dass Begehren nur Brücke, Weg und Steg zu jenem ersehnten Innenreich der Liebe sein kann, ahnt Sergej in seinen helleren Sphären eines ansonsten massiv durch Angst verdunkelten Seins ebenso wie sein Gegenüber, Alba. Beide versuchen mit quer gelegten Lanzen durch die schmale Pforte in den paradiesischen Bergfried zu gelangen, beide stocken bereits im Kreuzgang des Vorhofs unter ihrer biographischen Last, beide kennen nicht die Löseworte, die den Weg nach oben hin freigeben.

Kerstin Fischer variiert sprachlich und analytisch auf ebenso souveräne Weise, wie in ihrer ersten großen Erzählung "Das Gewächshaus", das Thema von Hingabe und narzisstischem Verharren, das sie unter das Motto aus Thomas Manns "Zauberberg" gestellt hat, wonach alle Krankheit verwandelte Liebe sei. Eine literarisch hoch gefasste Fallstudie, die tief unter die Oberfläche der Geschlechter greift und die darüber ausgebreiteten Worthüllsen illusionsfrei aussondert.


Leseprobe:


"Auf der Straße dann drückte Sergej sie sanft gegen eine Hauswand, deren gewölbte Steine sich dabei schmerzhaft in ihren Rücken drückten. So konnte sie ihm nicht entkommen, dem Drang seiner Zunge, deren plötzlich aufgekommene Lust sich in ihrem Innersten verlor.


Doch jenes Gefühl, das sich ihm um den Magen legte, suchte er sogleich abzudrängen in ein bewachtes Lager.


Es war bereits früh errichtet, genau genommen mit seinem sechzehnten Geburtstag, als ihn die blonde Lisa, ein Mädchen aus seiner Klasse, auf dem Nachhauseweg begleitete. Mit Bedacht lief sie ein Stück vor ihm, damit sein Blick ungehindert auf ihr wunderschönes langwelliges Haar fallen konnte. Sergej beobachtete dessen leichtes Wippen und stellte sich vor, wie er mit einem Eisenkamm Ordnung in jene Verspieltheit brachte, straff durchfuhr mit den Zinken, auf dass das Mädchen hell aufschrie.


Im selben Sommer fuhren die Eltern mit Sergej an die irische Küste. An einem Nachmittag lief er dort allein den Strand entlang, über die Hügel hinweg bis zu den Felsen, zwischen die er sich setzte. Sie reichten an dieser Stelle weit vor, fast bis zum Meer.


Sergej wartete, bis ein Schiff kam, das Wellen brachte, deren Schaum sich zwischen seine Zehen drängte. Eine anthrazitfarbene Felsspalte glänzte vor ihm in der Sonne, feucht und glitzernd lockte sie, in den schwarzen Spalt zu greifen. Was mochte darin sein, ein stacheliger Seeigel, eine glitschige Feuerqualle oder Krebse, die nur darauf lauerten, sobald er zugriff, seine Finger in ihre Scheren zu bekommen?


Ein finsteres, unheimliches Loch war das, und dennoch überfiel ihn eine unbändige Lust, es zu erkunden.


Da kam die nächste Welle, die, höher als vermutet, hinein trieb in jene Finsternis und jenes rätselhafte Schattenreich in kalter Gier ertränkte...

Noch eine ganze Weile lief Sergej danach am Strand entlang.


Leere zog auf in ihm, wie Morgennebel kam sie heran gekrochen. Er sah, wie die Sonne in dem blutroten Meer ertrank. Alles um ihn herum zerfloss wie Wachs, die Steine, die Muscheln und selbst der Sand..."       

 

 

  Das Gewächshaus
Romanhafte Erzählung, 2007


2. Auflage


Ludwigsfelder Verlagshaus


Titelbild: Skulptur "Egri" (Timm Kregel)


104 S.

ISBN: 978-3-933022-45-5

€ 13,80



Kurzbeschreibung
Als Studentin stieß Sophia abermals auf das Bild des Malers G. F. Watts: "Hope". Es stand gar nicht im Mittelpunkt der Vorlesung. Eher zufällig, während sie in einer Dokumentation blätterte, traf sie darauf. Aber sofort überfiel sie eine tiefe Trauer, aus der furchtbare Erinnerungen wie Lava herausquollen. Und jetzt erst, nach all den Jahren, begann sie darüber zu weinen. Da machte sie sich auf die Suche nach sich selbst, "in jenen Tagen, als die grauen Hände nach ihr griffen…"
In dieser romanhaften Erzählung um eine Magersüchtige geraten in traumhaft schönen Sprachbildern das rätselhafte Zusammenspiel von Eros und ICH, von befremdlicher Distanz und unstillbarer Sehnsucht nach Nähe zu einem denkwürdigen Gleichnis von hohem poetischem Rang.
  Leseprobe
"Der Hörsaal war bis auf den letzten Platz belegt. Sophias Blick wanderte durch die Reihen. Viele schöne und selbstbewusste, junge Frauen waren darunter. Eine trug ihren blond gelockten Schopf lang bis auf den Po. Der Haarschleier umrahmte ein kleines zartes Gesicht, aus dem heraus von einer mystischen Tiefe durchdrungene, bernsteinfarbene Augen sanft nach allen Seiten hin sicherten. Immer wenn Sophia ein Mensch derart faszinierte, begann sie ihn im Geist zu malen. So skizzierte sie mit dem Pinsel auch diesen wunderschönen Körper, an den zarten Brüsten und der schmalen Taille entlang leicht schattierend und die Haarpracht gegen einen in Abendlicht getauchten Horizont hin auflösend, so dass die gesamte Gestalt in rot leuchtendem Licht erglühte.
"Was für ein Glück muss es sein, so auszusehen. Wie leicht ließe es sich so durch das Leben ziehen", dachte Sophia.
Die junge Frau erinnerte sie an ein Bild, das sie vor Jahren in einer Modezeitschrift entdeckt hatte, von einem jungen Mädchen mit einem kurzen Jeanskleid, das ein Springseil über dem Kopf schwang. Spindeldürr war es, mit unendlich langen Beinen...

Auch wenn Sophia das Journal von vorne bis hinten durchblätterte, kam sie doch immer wieder auf die Seite mit dem Jeansmädchen zurück.
Schließlich schnitt sie es aus, um es sich über den Schreibtisch zu hängen. Von nun an verfolgte es Sophia. Es stand morgens mit ihr auf, kam mit in die Schule. Am nachmittag zwang es Sophia mit durch das Seil zu springen, wieder und wieder, stundenlang, bis die Füße bluteten, dann erst ließ es von ihr ab..."     

Weitere Auszüge aus den Kapiteln "Die Hohe Zeit" und "Die vergiftete Blume" im Literaturmagazin Taliteratur unter www.taliteratur.de/downloads/TALiteratur,Nr4,Ausgabe02-2008.pdf



 

 

Blutstropfen: in Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichts. Ausgewählte Werke V, Realis Verlag, Ulm 2002